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Berglauf – WM

Wetterkapriolen bei der Berglauf – WM

Am Samstag, dem 17. September 2011 wurden in Paluzza, Italien, die 11. Weltmeisterschaften der Senioren im Berglauf ausgetragen. Mehr als 1000 Sportler aus der ganzen Welt waren angereist, darunter auch Fritz Eberhart und Gerald Furtag vom TSV Harburg Rehafit.

Am Freitagnachmittag machten sich die Beiden zusammen mit Carmen und Günter Fuhrmann, zwei Lauffreunden aus Nürnberg, auf dem Weg ins 2.600 Einwohner zählende Bergdorf hinter dem Plöckenpass im Italienisch-Österreichischen Grenzgebiet nördlich von Udine.

Nach der Ankunft gegen 19.30 Uhr blieb gerade noch so viel Zeit, um die Startunterlagen im Wettkampfbüro entgegenzunehmen und sich kurz zu orientieren, bevor es ins Quartier im nahe-gelegenen Sutrio ging, wo man noch einen Happen zu sich nahm.

Samstagvormittag begab man sich wieder nach Paluzza, wo man die ersten Erfahrungsberichte von der Streckenbesichtigung der vorher angereisten Teilnehmer entgegennahm. Diese klangen nicht unbedingt optimistisch, sogar von „… man sollte auf den Start verzichten…“ war die Rede. Doch unsere Routiniers ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und den Wettkampf auf sich zukommen.

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurden die Läufer, in verschiedene Altersklassen zusammen-gefasst, zeitlich versetzt an den Start geschickt.

Um 11:45 Uhr fiel in der Via Roma der Startschuss für Gerald in der Altersklasse M45 und M50 und um 13:50 Uhr wurde Fritz in der Altersklasse M55 zusammen mit der AK M60 auf die Strecke geschickt. Gerald hatte 2 große Runden, rd. 11 km mit 620 Höhenmetern, Fritz 1 kleine und 1 große Runde, rd. 8,7 km mit 480 Höhenmetern zu bewältigen; eine Strecke mit rampenartigen Steigungen bis zu 30 % (doppelt so steil wie in der Karab !!)  und heftigen Gefällepassagen, feuchten und glitschigen Teilstücken, schmalen Waldpfaden mit unzähligen Wurzeln, Höhenunterschieden und Richtungswechseln, einigen Metern Kopfsteinpflaster und Teerstraße durch den Ort.

Die Strecke war in gutem Zustand, gut markiert, auch wenn die Kilometerschilder, die sich an der Strecke befunden haben sollen, nicht alle wahrgenommen wurden. Aber zum Sightseeing war der Lauf auch nicht gedacht, denn bei dem Untergrund und wechselndem Geläuf konnte man es sich wahrlich nicht leisten auch nur einen Augenblick unaufmerksam zu sein, manch Sportler hat dies schmerzhaft zu spüren bekommen.

Nach dem Zieleinlauf auf der Piazza zogen die beiden ein kleines und kurzes Resümee. Unter Berücksichtigung der Sachlage (Fritz befindet sich in der Vorbereitung auf den New York Marathon; Gerald konnte aufgrund muskulärer Probleme nur bedingt trainieren) waren sie den Umständen entsprechend mit ihrer Leistung zufrieden: Fritz belegte mit einer Zeit von 1:00:28 h den 73. Platz unter 94 Startern und Gerald erreichte mit 1:16:35 den 97. Rang von 124.

Fritz schaffte es gerade noch rechtzeitig ins Ziel, ehe der befürchtete Wetterumsturz eintrat.

Während es um die Mittagszeit noch strahlenden Sonnenschein mit Temperaturen um die 30 Grad hatte, zog sich der Himmel immer weiter zu und die Temperaturen sanken enorm, bevor es dann aus Kübeln zu schütten begann, was die Organisatoren dazu bewog, die Strecken für die nachfolgenden älteren AK´s zu kürzen.

Halbwegs trocken machten sie sich auf dem Weg ins Zelt auf zur Pasta Party. Was gab es für den Essensgutschein? Überraschung – ein Menü mit kaltem Braten und Petersilienkartoffeln, Pasta mit wahlweise Pesto oder Tomatensoße, ein Stück Kuchen, einen Apfel und eine Flasche Mineralwasser. Satt – der geplante Restaurantbesuch war nicht mehr nötig. Hier ein Gläschen Sekt, dort ein Schlückchen Wein. Was gibt es nicht alles nach so einem ereignisreichen Tag am Abend zu erzählen.

Es hat zum regnen aufgehört; Zeit sich zu verabschieden und in die Unterkunft zurückzukehren.

Die angekündigte Schlechtwetterfront hatte den Sonntag dann fest im Griff und es regnete auf der gesamten Heimfahrt.

Vorankündigung: Nächstes Jahr (am 19. Mai 2012) finden die Weltmeisterschaften in Deutschland/Schwarzwald statt. Vielleicht ist es möglich, dass sich hierzu eine größere Gruppe findet, um an diesem Event teilzunehmen und den TSV Harburg zu repräsentieren.