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Marathon Dresden

Marathon-Familienbande – Triumphzug beim 13. Dresden Marathon

Direkt nach dem Start in der Nähe des Dresdner Zwingers beginnt eine „Stadtführung der besonderen Art“. Wer nicht um die Siegprämien kämpft, könnte diesen Lauf so richtig genießen. Das beeindruckende Panorama Dresdens mit Augustusbrücke, Semperoper und Frauenkirche haben die Läufer über viele Kilometer vor ihren Augen, wenn sie die zwei Runden des Marathons zurücklegen. Zudem wird ihnen im Stadtpark und in den innerstädtischen Elbauen viel Grün geboten. Die perfekte Mischung aus Barock und Natur. Viele Musiker und Cheerleader an der Strecke feuern die Läufer an. Start und Ziel liegen vor dem Internationalen Congress-Zentrum. Am vergangenen Sonntag herrschten in Dresden meist optimale Rennbedingungen mit Sonnenschein, 10 bis 12 Grad und nur gelegentlich lästigem Gegenwind. Hier stellte sich die Läuferfamilie Treimer des TSV Harburg Rehafit erfolgreich der 42,195 km langen Distanz.

Martin Treimer (27 Jahre) wollte die Strecke in 2:55 Stunden angehen. Diese Zeit konnte er mit seiner persönlichen Bestzeit in hervorragenden 2:52:56 Std. deutlich unterbieten ohne, dass ihn der berühmte „Mann mit dem Hammer“ Schwierigkeiten machte. Sein 31. Gesamtplatz (12. Platz AK) von 1335 Startern ist schon eine beeindruckende Leistung. Daniel (22 Jahre), sein Bruder, trat nun auch in die Riege der Treimer`schen Marathonläufer und finishte seinen ersten Marathon grandios. Zu Beginn der Trainingssaison, also vor zwölf Wochen, peilte er noch eine Zeit um 3:30 Stunden an, die er dann aufgrund von sehr guten Trainingserfolgen und Halbmarathonzeiten auf 3:20 Stunden hochschraubte. Mit 3:18:46 Stunden auf Gesamtplatz 209 (AK-Platz 48) konnte auch er seine Zielzeit unterbieten und die Finishline überqueren. Ihr Vater Heinz wollte eigentlich einen gemütlichen Marathon machen und hierbei auch seinen zweiten Sohn (Daniel) auf dessen ersten Marathon begleiten (so wie er es auch mit Martin gemacht hat). Da er seine Versprechen hält, hat er mitgehalten und mit 54 Jahren selbst noch eine Bestzeit gelaufen. Auch für ihn stoppte die Zeit nach 3:18:46 Stunden (Gesamtplatz 210, AK-Platz 23). Beide hatten den Lauf genossen und konnten ohne große Einbrüche finishen. Das ist für ein Marathondebüt Daniels schon eine außergewöhnliche Leistung und auch für Heinz eine Riesenfreude – wenn der Vater mit dem Sohne. Die vierte der Bande war Bärbel Kopp (geb. Treimer). Sie hatten einen Traum – mit 3:15 Stunden das Ziel zu erreichen. Da es aber so glatt lief und sie ihre gesetzten Zwischenzeiten immer unterbieten konnte, hat sie sich getraut, das Rennen weiter so durchzuziehen. Somit stoppte die Zielzeit für sie bei phänomenale 3:13:20 Stunden, was Treppchenplatz AK drei und gesamt elfte Frau für sie bedeutete. Ihr Resümee:  „Das hätte ich niemals gedacht! Vor allem, da meine letzte Bestzeit bei meinem letzten Marathon (auch in Dresden) 2006 bei 3:24:30 Stunden stand und das schon irgendwie schwer war.“ Die ganze Treimerbande hat sich intensiv vorbereitet und über 12 Wochen hart trainiert, alle haben mindesten 1100 Trainingskilometer in den Knochen und dabei auch ein wenig Gewicht verloren, sonst hätte es wohl so gut auch nicht geklappt. Günther Treimer, für den dortigen Halbmarathon gemeldet, ging trotz Vorbereitung leider nicht mit an den Start. Er hätte sicher auch noch eine fabelhafte Zeit rausgelaufen, mit seiner bekannten Marathonbestzeit von 3:09 Stunden, und die Lauf-Närrische-Familie komplimentiert.

Auch mit von der Partie in Dresden dabei war Bernhard Grebel, ein Freund der Familie aus Altisheim, der bis KM 28 auf Kurs, auf seine Wunschzeit von 3:40 Stunden war. Leider trat dann sein bekanntes Knieproblem auf, er musste  bis KM 36 mit großen Schmerzen eher humpeln als laufen. Am Ende ging es dann wieder und er konnte mit dennoch guten 4:08:43 Stunden den Marathon beenden. Hier muss man allerhöchsten Respekt haben, dass man mit solchen Schmerzen das überhaupt noch durchzieht. Angesichts der misslichen Lage war auch er sehr zufrieden, dass er es so rumgekriegt hat.

Noch zu erwähnen ist ein weiterer Sportler der TSV Harburg Rehafit Riege, Stefan Kienle. Er startete in Dresden neben 3340 weiteren Athleten über die Halbmarathondistanz. Mit sehr schnellen 1:15:20 Stunden wurde er gesamt 19. und konnte ebenfalls Treppchenplatz 3 in seiner Altersklasse gewinnen. Auch er ist entsprechend mit seiner neuen Bestzeit zufrieden.