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Sturm stoppt den Nachwuchs

25 Teilnehmer beim Harburger Kindertriathlon am Start

Harburg Das Wasser der Wörnitz floss träge und kraftlos dahin. Die tropischen Temperaturen hatten dem Fluss den letzten Funken Energie entzogen. Ganz anders dagegen verhielt es sich mit den 25 Teilnehmern des Harburger Kindertriathlons. Die waren voller Tatendrang. Manch einer konnte bei der professionellen Wettkampfbesprechung vor dem Start gar nicht mehr ruhig zuhören. Erst danach durften sich die Kinder in Zweierreihen am Wörnitzufer aufstellen, in Badekleidung und mit einheitlichen, sonnengelben Bademützen auf den Köpfen. Die zahlreichen Zuschauer – vorwiegend Eltern, Omas und Opas – zählten lautstark den Countdown zum Start mit dem Sprung in die Wörnitz.

Nachdem der erste Kontakt mit dem kühlen Nass überwunden worden war, ging es auf die gekennzeichnete Strecke, je nach Alter zwischen 25 und 200 Meter lang. Manche schwammen Brust, die Mehrheit kraulte, wie sie es im Training gelernt hatte. In der Wechselzone verliehen die Anfeuerungsrufe neue Kräfte für die nächste Disziplin, das Radfahren. Eine leichte Brise kühlte die erhitzten Gesichter, der Himmel war mit Wolken verhangen. Bis dahin herrschten gute Bedingungen für sportliche Aktivitäten. Die Radstrecke verlief in einem Rundkurs auf dem Trainingsgelände, gesichert durch Absperrbänder und Streckenposten. Die Kleinsten mussten einen Kilometer, die Größten sechs Kilometer zurücklegen.
Dann frischte der Wind spürbar auf. Plastiktüten, Servietten vom Grill und Schildmützen flogen durch die Luft. Die Kinder fuhren tapfer gegen den Wind an, der ihnen das Vorwärtskommen zunehmend erschwerte. Zwischenzeitlich waren die ersten Tria-Kids auf die Laufstrecke gewechselt und drehten ihre Sportplatzrunden mit einer Gesamtlänge zwischen 400 Meter und 2,4 Kilometer. Als dann eine starke Böe roten Sand von den benachbarten Tennisplätzen in Richtung Sportplatz wehte, sich die weiß-roten Absperrbänder blähten und sich Bäume bogen zogen die Organisatoren die notwendigen Konsequenzen. Weitermachen wäre zu gefährlich gewesen und das Wohl der Kinder stand im Vordergrund. „Abbruch“, erschallte es aus dem Megafon. Der Wettbewerb wurde aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse beendet. Im Schnellverfahren ohne Siegerehrung bekam jeder Teilnehmer eine Medaille und einen Preis, gesponsort von Zweirad Brachem.

Die Erwachsenen absolvieren einen Duathlon

Die erwachsenen Athleten hatten mehr Glück. Der Duathlon startete eineinhalb Stunden früher. 16 Einzelstarter und fünf Staffelteams wagten sich auf die anspruchsvolle Strecke über 2,6 km Laufen, 10 km Mountainbike und abschließend nochmals 2,6 km Laufen. Im Ziel lagen Martin Treimer (Harburg) und Carola Wild (Warching) sowie die Weber-Brothers vorne.

Die Ergebnisse: Duathlon Männer: 1. Martin Treimer (TSV Harburg, 45:52 Minuten) 2. Leonhard Wiedemann (TSV Harburg, 47:52) 3. Alexander Jung (TSV Harburg, 48:15). Duathlon Frauen: 1. Carola Wild (LG Warching, 1:04:15 Stunden) 2. Kathrin Baumann (TSV Harburg, 1:19:53) 3. Heike Kerlies-Marquardt (TSV Harburg, 1:19:53). Duathlon-Staffeln: 1. Weber Brothers (49:24 Minuten) 2. Familie Deisenhofer (TSV Harburg, 55:15) 3. Familie Eberle (TSV Harburg, 55:50).

Hier sind alle Ergebnisse zu finden

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Am Start beim Kids-Triathlon in Harburg stellten sich die Teilnehmer ordentlich in Reih und Glied auf.

Foto & Text: Sonja Mühleidner