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Karlheinz Kurtz fasziniert beim Berlin Marathon

Starter des TSV Harburg belegt Gesamtrang 65 von 41.000 Startern

Berlin Der 40. Berlin Marathon hat auch in diesem Jahr wieder rund 41.000 Starter aus aller Herren Länder in die Bundeshauptstadt gelockt. Neben vielen Amateursportlern stellten sich wieder große Namen und Profisportler der Herausforderung des Marathons durch die Spreestadt. Auf der schnellen Strecke wurde heuer wieder der Weltrekord über die Marathondistanz geknackt. Der Kenianer Wilson Kipsang konnte in 2:03:23 Stunden eine neue Bestzeit aufstellen. Aber auch ein Sportler aus unserer Region konnte beim größten Marathon Deutschlands mehr als überzeugen. Der 44-jährige Karlheinz Kurtz aus Bissingen, der für den TSV Harburg Rehafit an den Start ging, konnte über die 42,195 Kilometer durch die Straßen Berlins nach 2011 auch heuer wieder eine persönliche und vereinsinterne Bestzeit bei seinem 5. Marathon erreichen und verpasste nur knapp die 2 Stunden 30 Minuten Marke. Nach sensationellen 2:31:30 Stunden blieb die Uhr für Karlheinz Kurtz im Ziel am Brandenburger Tor stehen. Mit dieser herausragenden Leistung belegte er einen 65. Gesamtrang von 41.000 Startern. In der Klasse der Deutschen Athleten erreichte er den 10. Gesamtrang, in seiner Altersklasse M45 schaffte er sogar den Sprung aufs Treppchen und konnte den 3. Rang belegen.

Umstellen der Renntaktik erforderlich

Für diese Zielzeit musste Kurtz seine Renntaktik von Beginn an umstellen. Lief er bei den letzten Rennen stets im Pulk der führenden Frauen, verließ er sich heuer ganz auf seine innere Uhr und lief den überwiegenden Teil des Rennens seinen eigenen Rhythmus. Das machte sich gerade im letzten Drittel bemerkbar und er konnte dort trotz teilweise heftigem Gegenwind annähernd seine Durchschnittsgeschwindigkeit halten. Der unter Marathonläufern gefürchtete „Mann mit dem Hammer“ spielte in diesem Rennen keine Rolle.
Um dieses Ergebnis zu verdeutlichen: Die Zeit von Karlheinz Kurtz entspricht einem Kilometerschnitt von 3:35 Minuten, welcher umgerechnet einen Durchschnitt von 16,71 Kilometern pro Stunde ergibt – eine Geschwindigkeit und Distanz, die viele nicht mit dem Rad bewältigen können.

Rückschläge in der Vorbereitung

Gerade in der Vorbereitung musste Kurtz einige Rückschläge einstecken und hatte mit einer hartnäckigen Verletzung fünf Wochen vor dem Start zu kämpfen. In dieser Zeit der Vorbereitung musste Kurtz sein komplettes Trainingsprogramm in Abstimmung mit seinem Trainer, Jochen Rühl, umstellen. Laufeinheiten wurden durch lange Radausfahrten und alternative Trainingsinhalte kompensiert. Im Rahmen seiner 16-wöchigen Trainingsvorbereitung spulte Kurtz rund 1.800 Lauf- und unzählige Radkilometer ab, die sich letztendlich am für ihn perfekten Wettkampftag, bei nahezu idealen Bedingungen, auszahlten.
Durch diese Leistung gehört Kurtz nun endgültig zu den besten Marathonläufern in Deutschland.
dat

Karlheinz Kurtz glücklich im Ziel des Berlin Marathons, bei dem er mit einer Zielzeit von 2:31:30 Stunden mehr als überzeugte (Bild: privat)