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Glückliche Gesichter am längsten Tag des Jahres bei der Challenge Roth

Stefan Richter fünftschnellster Amateur – Wiedemann und Wild punkten bei der Deutschen Meisterschaft

Roth Die Challenge Roth, die zusammen mit den Ironman auf Hawaii die wohl traditionsreichste Triathlonveranstaltung weltweit ist, lockte auch heuer wieder 3500 Einzelstarter und 500 Staffelteams am vergangenen Wochenende auf die klassische Ironmandistanz von 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,2 km Laufen. Warme und windige Bedingungen bildeten den Rahmen für den längsten Tag des Jahres, der mit dem Schwimmstart um 06 Uhr 30 bis hin zum Zielschluss um 22 Uhr die Teilnehmer über die 226 km lange Wettkampfstrecke, die auch dieses Jahr wieder von rund 260 000 Zuschauern gesäumt war, durch den Landkreis Roth führte. Auch heuer mischten sich unter die Starter 13 Athleten aus der Region.

Stefan Richter dominiert im Profi-Feld
Eine besonders starke Leistung zeigte dabei Stefan Richter vom TSV Harburg Rehafit. Richter, der bei der diesjährigen Challenge sein Comeback auf der Langdistanz nach dreijähriger Verletzungspause feierte, erwischte von Beginn an einen perfekten Tag. Schon beim Schwimmstart konnte er sich vom Großteil des Feldes absetzen und behauptete diese gute Ausgangsposition beim 180 Kilometer langen Rad-Rundkurs trotz starken Windes und einer gebrochenen Armauflage. Richter erzielte dabei mit einer Radzeit von 4:44 Stunden den schnellsten Radsplitt der Teilnehmer aus dem Landkreis, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 38 km/h entspricht. Beim abschließenden Marathon stellte Richter auch noch seine Laufstärke unter Beweis und finishte nach 42,2 Kilometer (3:08 Stunden) in einer Gesamtzeit von 8:47 Stunden als Gesamt-22. Mit dieser schnellen Endzeit und dem 5. Gesamtplatz der Nicht-Profitriathleten errang Richter auch noch den zweiten Rang in seiner Altersklassenwertung. „Ich bin überglücklich die Verletzung überwunden zu haben und gleich beim ersten Langdistanztriathlon nach 2011 eine neue Bestzeit aufgestellt zu haben“, freut sich Richter kurz nach Zieleinlauf, der mit seiner Endzeit unter der bei Triathleten berüchtigten magischen 9 Stunden-Marke auch einige Profis hinter sich gelassen hat.

Wiedemann überzeugt erneut
Mit Leonhard Wiedemann konnte ein zweiter Athlet der Harburger Triathleten einen Platz unter den TOP 100 belegen. Auch Wiedemann überzeugte auf allen drei Disziplinen und folgte Richter mit einer Zielzeit von 9:25 Stunden auf dem 68. Gesamtplatz. Die Formkurve von Wiedemann zeigt nach den Erfolgen in den vergangenen Rennen also erneut nach oben und mit dieser schnellen Endzeit springt er auf das Siegerpodest der Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz und erreicht dort den 3. Platz in seiner Altersklasse.

Debüt für Elsässer und Stülpner
Mit Mario Stülpner und Jürgen Elsässer wagten sich heuer erstmals zwei Debütanten über die Langdistanz. Völlig im Zeitplan erreichte Mario Stülpner nach 11:03 Stunden glücklich das Ziel. Jürgen Elsässer war bis zum Wechsel auf die Laufstrecke auf Kurs einer schnellen Endzeit unter 11 Stunden, musste dort jedoch der steigenden Außentemperatur Tribut zollen und beim abschließenden Marathon etwas das Tempo rausnehmen. Den Zielbogen in der Rother Innenstadt erreicht er letztendlich glücklich nach 11:15 Stunden.

Carola Wild wird Deutsche Vizemeisterin
Nicht mehr wegzudenken aus der Triathlonszene im Landkreis sind Mitglieder der Familie Wild: Wie schon vor zwei Jahren an selber Stelle lieferte Carola Wild ein überragendes Rennen ab. Die Warchinger Athletin, die zusammen mit ihrem Mann für das LaCarrera Triteam Rothsee an den Start gegangen ist, erreichte das Ziel nach 10 Stunden 56 auf dem zweiten Rang der Deutschen Meisterschaft ihrer Altersklasse W40 und musste lediglich beim Radfahren aufgrund des starken Windes etwas Kraft für den abschließenden Lauf lassen, konnte sich im Ziel aber über die erneute deutsche Vizemeisterschaft und ihren 49. Gesamtplatz im Frauenfeld freuen.

Wolfgang Wild ging bereits mit Rückenschmerzen geplagt ins Rennen, und wusste aus diesem Grunde nicht, ob sein Körper dieser Belastung des langen Tages standhalten könnte. Er biss sich jedoch in Manier eines wahren Ironman durch das Rennen und finishte so nach 12:44 Stunden erfolgreich.

Als weiterer Starter der Region ging Enrico Antal aus Monheim an den Start. Er konnte das Ziel nach 12 Stunden 19 Minuten erreichen.

Karlheinz Kurtz liefert zweitschnellste Marathonzeit

Auch über die Staffeldistanz gingen zwei Team aus der Region: Für den TSV Harburg Rehafit gingen Martin Kahlert, Jochen Rühl und Karlheinz Kurtz ins Rennen. Dieses Trio schaffte im stark besetzen Staffelrennen einen schnellen vierten Gesamtplatz mit einer Zielzeit von 8:38 Stunden. Besonders hervorzuheben ist dabei die Marathonzeit von Karlheinz Kurtz, der das Feld durchpflügte. Mit seiner Laufzeit von 2:39 Stunden lief Kurtz die zweitschnellste Marathonzeit im gesamten Starterfeld. Für die VSC Donauwörth Staffel ging mit Matthias Foag, Michael Schober und Tobias Ullrich ein weiteres Trio erfolgreich über die 225 Rennkilometer. Sie finishten nach 10:06 Stunden.

Alle Ergebnisse:
(3,8km Schwimmen/ 180,2km Rad/ 42,2km Laufen/ Gesamtzeit)

22. Stefan Richter
0:51/4:44/3:08 8:47:21

68. Leonhard Wiedemann
1:03/4:56/3:21 9:25:20

49. Carola Wild
1:13/5:43/3:55 10:56:17

723. Mario Stülpner
1:08/5:38/4:08 11:03:14

850. Jürgen Elsässer
1:14/5:37/4:18 11:15:46

1482. Enrico Antal
1:18/5:37/5:17 12:19:51

1687. Wolfgang Wild
1:18/6:31/4:46 12:44:44

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Stefan Richter beim berühmten Anstieg zum Solarer Berg, auf dem Rad legte er den Grundstein für seinen 22. Gesamtplatz. Bild: TSV

 

Erfolgreiche Ausbeute unserer Triathleten aus der Region bei der Challenge Roth. Unser Bild zeigt (v.l.n.r.) Stefan Richter (5. Schnellster Amateur), Carola Wild und Leonhard Wiedemann (beide 2. Platz in der Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz)

Erfolgreiche Ausbeute unserer Triathleten aus der Region bei der Challenge Roth. Unser Bild zeigt (v.l.n.r.) Stefan Richter (5. Schnellster Amateur), Carola Wild und Leonhard Wiedemann (beide 2. Platz in der Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz)