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Wild und Wiedemann überzeugen bei Ironman 70.3 Weltmeisterschaft

Theresa Wild wird WM-Achte, Leonhard Wiedemann vertritt TSV Farben erfolgreich

Zell am See/Monheim-Wittesheim/Harburg Die Wittesheimerin Theresa Wild, vom La Carrera TriTeam Rothsee, wurde bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Zell am See-Kaprun Achte in ihrer Altersklasse W18-24. Damit hat sie ihren ersten Start bei einer Weltmeisterschaft überaus erfolgreich absolviert und kann nun optimistisch ihrem weiteren WM-Auftritt am 10. Oktober beim berühmten Ironman auf Hawaii entgegensehen. Leonhard Wiedemann vom TSV Harburg startete ebenfalls das erste Mal bei einer Weltmeisterschaft und lieferte ein hervorragendes Rennen ab.

Bereits am Freitag waren die beiden WM-Starter mit einem großen Fanklub und Familie angereist und liefen beim Einmarsch der Nationen neben der Deutschland-Fahne mit. Lediglich drei Deutsche ihrer Altersklasse hatten sich von 55 Starterinnen für die Weltmeisterschaft qualifiziert, die zum ersten Mal in Europa stattfand.

Startschuss für Theresa Wild fiel um 12.05 Uhr in der letzten Startgruppe. Die Strecke kannte sie bereits aus dem Vorjahr, als sie erstmals in Zell am See antrat. Im Gegensatz zum verregneten Wettkampf im vergangenen Jahr mussten die Athleten nun mit hochsommerlichen Temperaturen zurechtkommen. Der kristallklare See hatte 20 Grad, sodass das Tragen von Neoprenanzügen erlaubt war. 1,9 Kilometer waren zu absolvieren. Wild meisterte das Schwimmen sehr gut. Mit ihrer Zeit von 32:51 Minuten verbesserte sie ihre Leistung vom vergangenen Jahr um fast vier Minuten. Nach dem Schwimmen lag sie unter den 55 Athletinnen ihrer Altersklasse auf dem 37. Platz.

Triathleten müssen beim Laufen der Hitze Tribut zollen

Die anspruchsvolle Radstrecke über 90 Kilometer mit 1288 Höhenmetern hatte für jeden Geschmack etwas parat: schnelle Passagen, kräftezehrende Berganstiege und rasante Abfahrten. Wild spulte die Strecke ohne größere Probleme in 2:45:40 ab und verbesserte ihre Vorjahreszeit um fast 13 Minuten. Mit der neuntschnellsten Radzeit fuhr sie auf Platz 13 vor.

Bei Wilds Paradedisziplin, dem Laufen, machte sie noch einmal Plätze gut. 21,1 Kilometer mussten von den Athleten in zwei Runden um den See bewältigt werden. Doch gerade hier bereitete ihr die Hitze die größten Probleme. Sie kämpfte bis zum Schluss und legte nach 1:36:39 sogar die viertschnellste Laufzeit vor. Somit kam Theresa nach einer tollen Zeit von 5:03:33 ins Ziel und musste lediglich sieben Athletinnen derselben Altersklasse den Vortritt lassen – ein Riesenerfolg für Wilds Debüt.

Wiedemann überzeugt erneut

Bei Leonhard Wiedemann verlief das Rennen ähnlich, beim Schwimmen kam er hochzufrieden aus dem Wasser mit einer Zeit von 29:53, beim Radfahren konnte Leonhard ordentlich Druck machen und wechselte mit einer fantastischen Radzeit von 2:30 Stunden zum Laufen. Aber auch ihm machte die extreme Hitze zu schaffen und er konnte seine Laufstärke nicht ausspielen. Trotz der 35 Grad lief er den Halbmarathon immer noch in 1:29 Stunden. Er belegte bei dem hochklassigen Feld den 27. Platz von 256 Athleten in der Altersklasse 40-44.

Tags zuvor war bereits Theresa Wilds Vater Wolfgang über dieselbe Distanz und auf derselben Strecke ins Rennen gegangen, lediglich ohne WM-Wertung. Auch er lieferte ein tolles Rennen ab und finishte nach 5:15:31 auf Platz 14 in seiner Altersklasse M50. Für die Schwimmstrecke benötigte er 35:35 Minuten, war 2:49:17 auf dem Rad unterwegs und lief den abschließenden Halbmarathon in 1:42:55 Stunden.

Erst die Erholung, dann der Ironman auf Hawaii

Für Theresa Wild steht nun erst einmal Erholung auf dem Programm, doch dann geht die Vorbereitung weiter. Denn ihr eigentlicher Saisonhöhepunkt, der Start beim legendären Ironman auf Hawaii am 10. Oktober, lässt nicht lange auf sich warten.

Im Training muss Theresa Wild nun die Distanzen etwas erhöhen, damit auch das Debüt über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen so erfolgreich über die Bühne geht wie ihr 70.3-Auftritt über die halbe Ironman-Distanz. Leonhard Wiedemann geht ebenfalls auf ein Langdistanzrennen am 26. September beim Ironman auf Mallorca.

Die Spannung und Freude steigt kurz vor dem Startschuss bei Resi und Hardy

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So sehen Sieger aus! Theresa Wild und Leonhard Wiedemann freuen sich im Ziel der 70.3 Weltmeisterschaft

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Theresa Wild wird WM-Achte – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Theresa-Wild-wird-WM-Achte-id35332487.html