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Tannheimer Tal Radmarathon

3 Starter des TSV Harburg absolvieren die 230km-Runde

Es war schon zu Beginn ein perfekter Tag. Zum Start des Tannheimer Tal Radmarathons am 10 Juli um 6 Uhr morgens zeigten sich die Berge von der schönsten Seite. Kein Wölkchen trübte den Himmel und das Thermometer zeigte 13 Grad an, sodass die 1100 Teilnehmer über die längste der 3 angebotenen Strecken größtenteils kurz-kurz starteten, das bedeutet Kurzarmtrikot und kurze Radhose. Mit dabei waren 3 Starter des TSV Harburg: Dieter Hecht, Alexander Jung und Jürgen Elsässer. Mit Martin Mühlleidner war sogar ein vierter Fahrer gemeldet, er musste verletzungsbedingt absagen.

Es war die 8. Auflage eines Radmarathons, der bis in alle Details professionell organisiert ist. Mit im Feld waren der ehemalige Skirennfahrer Frank Wörndl sowie die ehemaligen Radprofis Marcel Wüstund Gerrit Glomser, wobei die zwei Berufsradfahrer eine Pacemakerfunktion für die 9- bzw. 10-Stundenmarke hatten. Diese Zeit ist für den Großteil des Feldes realistisch, wenn 230km mit 3500 Höhenmetern absolviert werden wollen. Nach dem Start führte die Strecke zuerst über Grän und dann das Tannheimer Tal immer leicht hinauf zum Oberjochpass. Ab hier ging es über Jungholz und Wertach nach Norden ins Allgäu bis nach Oy-Mittelberg, um über Petersthal und Rettenberg am Grünten vorbei, Immenstadt, Ofterschwang, Bolsterlang nach Obermaiselstein bei km80 zu gelangen. Das Tempo war mit knapp 40km/h im Durchschnitt recht hoch, es gab zahlreiche Stürze in dieser Anfangsphase, in der die Gruppen mit bis zu 50 Fahrern noch groß sind.

Ab hier war Schluss mit lustig. Der Riedbergpass ist zwar mit etwa 6km nicht lang, aber er wartet mit bis zu 16% Steigung auf. Auf der anderen Seite hinab nach Balderschwang erreicht man leicht Geschwindigkeiten um die 90km/h, was bei der gut ausgebauten einsehbaren Straße weniger gefährlich ist, als es sich anhört. Es folgte ein wunderschöner Streckenteil durch Vorarlberg mit Hittisau, Egg, Schwarzenberg Mellau, zweimal überquerten die Fahrer die Bregenzer Ach. Nach der Verpflegung in Schoppernau wird es wieder ernst. Der Hochtannbergpass schraubt sich über 15km den Berg hinauf bis auf 1675m. Allerdings sind die Steigungsprozente geringer als am Riedbergpass und so lässt sich dieser Anstieg besser meistern. Auf der Weiterfahrt in Richtung Osten geht es anfangs steiler hinab über Warth bis ins Lechtal und nun mit weniger Gefälle und immer Wind von vorn am malerischen, türkisfarbenen Fluss entlang bis nach Weißenbach. Ab hier der letzte Anstieg zum Gaichtpass, und über Nesselwängle zurück nach Tannheim.

Der Nördlinger Dieter Hecht (Platz 105) kam auf eine Zeit von 7:16 Stunden, dicht gefolgt von Alexander Jung (Platz 112) nach 7:18 und etwas später Jürgen Elsässer nach 8:21 (Platz 401). Damit lagen alle 3 Sportler in der ersten Hälfte der Finisher. Der schnellste Radler aus der Region war wieder einmal Thomas Blattner aus Zirgesheim, der nach 6:31Stunden und damit nur 14 Minuten nach dem Sieger auf Platz 15 (!) finishte.

Wer diesen Radmarathon mit genießen möchte, ohne gleich so viel Kilometer fahren zu wollen: es gibt auch die Alternativen 130km oder 85km im Programm des Veranstalters. Landschaftlich lohnend ist es allemal und die Höhenmeter auf den beiden kleineren Runden sind sicher zu schaffen.